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Zur Geschichte unserer Zusammenarbeit
Die Kooperation der drei Kirchengemeinden begann 1997, als es um die Einrichtung einer Stelle für einen Diakon ging, der in allen drei Gemeinden für Jugendarbeit und Konfirmandenunterricht verantwortlich sein sollte. Die drei Gemeinden beschlossen, in diesem Bereich mit der Kooperation zu beginnen. Das Fachgremium für Jugendarbeit entschied sich unter Beteiligung der Gemeinden Ende März 1998, die Stelle des Diakons mit Dieter Stadel zu besetzen. Im Juni 1998 wurde ein gemeinsames Konzept erarbeitet.
Ziele des LÖW-Projektes:
Folgende Ziele haben wir in Bezug auf die gemeinsame Jugend- und Konfirmandenarbeit formuliert:
- Das Profil der beteiligten Gemeinden soll beibehalten und stärker herausgearbeitet werden.
- Die Konfirmation soll in der jeweiligen Gemeinde stattfinden.
- Die Kontakte von Jugendlichen aus den drei Gemeinden sollen ermöglicht und unterstützt werden.
- Die Hauptamtlichen bemühen sich intensiv, wechselseitige Beziehungen zu den Konfirmanden aufzubauen.
- Gemeinschaftliche Aspekte stehen bei der Jugend- und Konfirmandenarbeit im Vordergrund; individuelle Fähigkeiten und soziale Kompetenz sollen gestärkt und gefördert werden.
- Das LÖW-Projekt beteiligt sich am Konfirmandenferienseminar (KFS) und arbeitet im KFS-Arbeitskreis mit.
- Der Konfirmandenunterricht erfolgt in Wochenendkursen; dafür fällt der wöchentliche Unterricht fort.
- Die Konfirmandenwochenenden werden nach Möglichkeit mit jugendlichen Teamern vorbereitet und durchgeführt.
- Aus den Kursen heraus sollen Kontaktmöglichkeiten und Angebote für Jugendliche entstehen
- Die Jugendarbeit ist bewußt offen auch für Jugendliche, die nicht aus dem Konfirmandenunterricht stammen.
Was ist neu an unserem Unterricht?
Als erstes fällt auf: Es gibt keinen wöchentlichen Unterricht mehr. Statt dessen finden Wochenendkurse statt. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Ein regelmäßiger Wochentermin stellt eine zusätzliche Belastung zum Schulunterricht dar, der ohnehin oft den Nachmittag mit umfasst. - Wochenendkurse finden weitaus seltener statt als der regelmäßige Unterricht (in der gesamten Konfirmandenzeit 7 bzw. 8 Kurse!).
- Beim Wochenunterricht ist selten Zeit, andere Methoden als die des Schulunterrichts anzuwenden. - Wochenendkurse bieten die Möglichkeit, ein Thema vollständig zu bearbeiten, Ausflüge durchzuführen, kreativ oder spielerisch zu arbeiten. Sie sind wie ein kleiner Ausflug aus dem Alltag ...
Wie ist das Modell aufgebaut?
Es gibt Pflichtkurse, Wahlkurse und die Ferienseminare.
- Pflichtkurse sind Wochenendkurse, an denen alle Konfirmandinnen und Konfirmanden teilnehmen müssen. In der Regel sind es drei:
- Der Pflichtkurs Gemeinde kennenlernen.
Er findet jeweils für die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihren heimatgemeinden statt; in diesem Kurs geht es darum, mit den Räumlichkeiten, dem Gesangbuch und dem Ablauf des Gottesdienstes vor Ort vertraut zu werden und die Besonderheiten der eigenen Gemeinde zu erleben. Wir sind überzeugt, dass Kooperation nur gelingen kann, wenn alle Kooperationspartner ihr je eigenes Profil behalten können - und dies auch an den Konfirmandinnen und Konfirmanden vermittelt wird.
- Der Pflichtkurs Abendmahl.
Er findet meist im Frühjahr kurz vor der Konfirmation statt und befasst sich mit der Passionsgeschichte und dem Abendmahl. Höhepunkt dieses Kurses ist eine gemeinsame Übernachtung in der Kirche.
- Der Pflichtkurs Vorbereitung der Konfirmation.
In diesem Kurs, der wieder in den einzelnen Gemeinden stattfindet, bereiten die Konfirmanden ihren Vorstellungsgottesdienst (in Lamme und Ölper) bzw. ihre Konfirmation (in Wichern) vor.
- Wahlkurse sind Kurse, die - wie es der Name schon sagt - von den Konfirmandinnen und Konfirmanden selbst ausgewählt werden. Dazu findet eine Kurswahl statt, auf der alle Themen, die wir anbieten, vorgestellt werden. Im Jahr 2002 sind es folgende Themen:
- 10 Gebote
- Bibel und biblische Geschichten
- Gerechtigkeit
- Schöpfung
- Altes Testament
- Advent und Weihnachten
- Sterben, Tod, Ewiges Leben
- Hoffnungen, Träume, eigener Glaube
- Gebet/ Meditation
- Jesus und Jesusgeschichten
- Diakonie
- Ökumene - Verbindungen/ Unterschiede
- Gott und Gottesbilder
Hier finden Sie eine kurze Beschreibung der Wahlkurse.
Aus diesen Themen wählen die Konfirmanden drei aus, wenn sie ins dreiwöchige Konfirmandenferienseminar (KFS) fahren, vier, wenn sie auf das einwöchige Herbstferienseminar (HFS) fahren.
- Die Ferienseminare:
Das Konfirmandenferienseminar (KFS):
In den ersten drei Wochen der Sommerferien geht es mit einem Sonderzug von Braunschweig ins Ahrntal in Südtirol. Im Haus MARKUS in St. Jakob verbringen die Konfirmandinnen und Konfirmanden und die Teamerinnen und Teamer die Zeit mit Gesprächen, Arbeit am Thema des KFS, Wanderungen, Taufvorbereitung und Taufen - und natürlich auch Spiel, Spaß und Freizeit.
Das Herbsferienseminar (HFS):
In der ersten Woche der Herbstferien fahren die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ein Haus an der Ostseeküste. Auch dort findet, wie im KFS, Gespräche und Arbeit am Thema statt, werden Konfirmanden getauft, gibt es Ausflüge - und auch freie Zeit.
Hier finden Sie eine Übersicht über das LÖW-Modell
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