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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 120, Oktober 2006, Seite 4
(Download als pdf hier)


Aufbruch Gottesdienst

von Herbert Erchinger

Im September haben wir mit unserer Taizé- Gruppe der Pauligemeinde Braunschweig am Treffen „Aufbruch Gottesdienst“ teilgenommen. Es war für uns alle ein großes Erlebnis und ich bin immer wieder beeindruckt, wie treu unsere Gruppe sich bei solchen Einsätzen beteiligt. In der Martin Luther Gemeinde Bad Harzburg wurden alle beteiligten Gruppen herzlich begrüßt und liebevoll umsorgt.
Schon der Auftakt in der Kirche und das Impulsreferat des Spirituals aus Kloster Bursfelde zeigte die Sehnsucht nach ganz elementaren, emotionalen und spirituellen Zugängen zum Gottesdienst. Weg von der Steifheit, weg von der intellektuellen Belehrung, weg von der Solistenrolle der Berufschristen. Mehr Beteiligung vieler, mehr Spontaneität. Gottesdienst als Ort der Sehnsucht, nicht der Pflichterfüllung und der Rechtgläubigkeit. Gottesdienst der Suchenden, nicht der Besitzenden.
Schade war, daß danach die einzelen aktiven Gruppen - wie auch wir - eigentlich nur an ihren eigenen Workshops teilnehmen konnten. Die Zeit reichte auch mal gerade für die modellhafte Vorstellung unserer Taizé- Andachten. Schon für Diskussionen und Fragen blieb keine Zeit mehr. Horizont erweiternd wäre es ja, wenn jede aktive Gruppe auch an anderen Workshops hätte teilnehmen können. So begossen wir nur unser eigenes Pflänzchen. Der Austausch der einzelnen Modelle kam zu kurz. In diesem straffen Rahmen war das wohl auch kaum anders möglich.
Schön und auch wichtig war dann der gemeinsame Abendmahlsgottesdienst zum Abschluß. In ihm war Freude, Aufbruch und echte Frömmigkeit spürbar. Gelungen auch die Abendmahlsgruppen in verschiedenen Ecken der Kirche. Das gab es früher nur bei Kirchentagen.
Mir wird deutlich, daß die Zukunft der Kirche, auch unserer Landeskirche sich an der Lebendigkeit und spirituellen Substanz des Gottesdienstes in Stadt und Land entscheiden wird. Sonst sehe ich die Gefahr, daß die Freikirchen samt ihrer z.T. gesellschaftspolitischen Engführung die Staffette übernehmen werden und wir auf der Kälberwiese landen.
Gott sei Dank gibt es auch in unserer Landeskirche viele Zeichen des Aufbruchs im Gottesdienst.. Die Sehnsucht jedenfalls ist überdeutlich. Und mit der Sehnsucht beginnt jeder Aufbruch..




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/kvu120/Aufbruch_Gottesdienst.htm, Stand: Oktober 2006, dk

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