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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 127 - Oktober 2009


Zu diesem Heft

von Dietrich Kuessner
(Download als pdf hier)

Wir hatten uns verabredet, zum 20. Jahrestag des November 1989 noch einmal in die alten, vergilbten Hefte zu sehen, und jeder sollte einen seiner eigenen Artikel von damals kommentieren. Daraus ist nichts geworden. Schade. Stattdessen sind auf 17 Seiten die Grüße von den beiden Bischöfen Heintze und Krusche an die Kirchen in der DDR und der BRD wiedergegeben, andere scheinbar überholte Texte, die aber in eine andere Richtung weisen. Erchinger hält einen positiven Rückblick. Ich finde es fruchtbar, über alternative historische Möglichkeiten nachzudenken. Es kann auch ermutigend sein, gerade heute nach den erheblichen Verlusten der Sozialdemokratie, dem Erstarken der Linken, dem Zusammenbruch von Banken über das nachzudenken, was damals „Sozialismus“ genannt wurde. Einige ausländische Karikaturen aus England und USA verweisen auf Zeitungen, die der Wiedervereinigungseuphorie skeptisch gegenüber standen.
Das Lesen ist erschwert, weil wir die Artikel nicht neu abgeschrieben sondern aus den alten Heften kopiert haben. Daher die Querlage. Wir bitten um Nachsicht. Diese 18 Seiten sind der eine Schwerpunkt des Heftes.
Ein Thema drängt sich in der Erinnerung auf, nämlich die Interpretation der sog. Wiedervereinigung als einer Tat Gottes, für die die Gemeinden im Gottesdienst zu danken haben. Ist die theologische Konstruktion von einem Gott als Herrn der Geschichte noch tragbar? Wir wollen diesem Thema im nächsten Heft nachgehen. Hans Georg Babke hatte sich dazu seinerzeit in einem Brief an den damaligen Bischof Müller sehr ausführlich geäußert.
So ist auch die Unterschrift („Alle gute Gabe..“) unter eine Karikatur zu verstehen.

Die Predigt von Pfarrerin Kühnbaum-Schmidt zu Beginn ist unsere Reverenz an das Ottojahr. Es folgen Beiträge zum verdrängten Thema der sog. Kriegsverräter. Der Landesbischof hat dazu anlässlich der Erinnerung an den Braunschweiger Kommunisten Bode eine Predigt vor der Magnikirche gehalten. Helmut Kramer hat den historischen Hintergrund geliefert. Nachdem sich der Bischof im Landesmuseum anlässlich der Erinnerung an die sog.Novemberrevolution im Vorjahr mit einer Auslegung von Röm 13 kritisch zum Thema Gehorsam und Obrigkeit geäußert hat, ist diese Predigt wiederum ein Beispiel zum Nachdenken über Widerstand aus Glaubensgehorsam.

Die Landessynode steht vor der Beratung des Haushaltes. Zwei Zeitungsmeldungen im Sommer waren der Anlass, einmal über die realistische Finanzlage der Landeskirche nachzudenken. Diese oder eine Sondersynode im Februar wird über den Nachfolger des Finanzreferenten Dr. Fischer entscheiden. Das wird das andere Themas des nächsten Heftes sein: ein Rückblick auf die 28jährige Tätigkeit von Dr. Fischer in unserer Landeskirche. Sein Vorgänger Dr. Bluhm ist 94jährig vor kurzem gestorben. Propst Schade stellte uns mit Genehmigung der Familie seine Predigt zur Verfügung.

Kurt Dockhorn hat mir zu meinem 75. Geburtstag Beiträge von Fischer, Ludewig, Welge, Fincke, Erchinger und sich selbst überreicht. Sie sind sämtlichst im Internet nachzulesen. Die Redaktion hat sich entschlossen, die von Fischer und Ludewig hier noch einmal wiederzugeben-


Es ist seit Dezember 08 das vierte Heft, das die KvU Leserinnenschaft erhält. Wir danken herzlich für alle finanzielle und ermunternde Unterstützung unseres kleinen Unternehmens und erwidern sie durch unsere Arbeit an diesem Heft.
Mit guten Wünschen für die Redaktion Ihr
Dietrich Kuessner




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu127/zudiesemheft.htm, Stand: Oktober 2009, dk

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