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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 129 - März 2010


Doppelprojekt "Bäume"

Nachricht von Hartmut Barsnick aus Tansania
(Download als pdf hier)

Problemanzeigen:

  • In Tansania wird immer noch vorwiegend mit Holz gekocht und geheizt. Die Folge: Der Waldbestand geht zurück.
  • In den Livingstone Mountains im Südwesten des Landes ist die Holzindustrie ein wichtiger Erwerbszweig. Bisher wurden aber mehr Kiefern eingeschlagen als nachgepflanzt. Die Folge bisher: Erosion.
  • Die Dörfer in der Höhenlage von 2000 bis 2600 Metern sind zu kalt für Mangos, Avocados, Bananen, Orangen, Äpfel, Birnen, Pflaumen sind unbekannt; Pfirsiche werden unreif gegessen. Insgesamt ist die Ernährung zu vitaminarm. Die Folge: Schwaches Immunsystem, vermeidbare Krankheiten.
  • 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung leben mit HIV/AIDS. Sie sollen und müssen sich gesund ernähren, haben aber keinerlei Kaufkraft für teuer herbeigeschafftes Obst und Fleisch. Die Folge: "Weil du arm bist, musst du früher sterben."
Die Antwort der Kirchen.
  • Alle Gemeinden der Süd-Zentral-Diözese der Ev.-luth. Kirche sind aufgefordert, tausende von Kiefern zu pflanzen, z. T. auf eigenem Land, z. T. auf Pachtland, z. T. auf kommunalem Ödland. Im Rahmen von Tages- oder Wochenendseminaren ziehen dutzende von Freiwilligen hinaus zu mehrstündigen Arbeitseinsätzen. Ein Kiefernsetzling kostet ca. 0,25 EURO, 1000 also ca. 250 EURO. Hinzu kommt die Vorbereitung der Pflanzlöcher und etwas Verpflegung- Solche Aktionen sind schon gelaufen im Kirchenkreis Tandala: Masisiwe, Malembuli, Makangalawe u. a. Andere sind in Vorbereitung, es fehlt aber an Geld.
  • In immer mehr Dörfern bilden sich Gruppen von Menschen, die mit HIV/AIDS leben, so die Gruppe "Amani" (Frieden) in Mang'oto, "Upendo" (Liebe) in Malembuli. In immer mehr Dörfern bilden sich neuerdings auch Gruppen von Witwen und Witwern, so in Tandala (Gruppe "Wema", Barmherzigkeit), Ukwama, Ihanga, Mang'oto, Malembuli, Moronga, Usungilo, Usagatikwa etc. Mit Hilfe von Sponsoren aus Deutschland und USA, vermittelt durch Halberstädter Missionare, pflanzen sie Obstbäume, in einigen Dörfern 3 Bäume pro Mitglied (ein Apfel- oder Birnbaum kostet ca. 1,30 EURO - für 150 EURO kann man also 40 Mitglieder mit Bäumen versorgen); in anderen Dörfern, z. B. Mang'oto, wird in Kirchennähe ein gemeinsamer Obsthain angelegt (leicht zu pflegen und zu bewachen).
Die tansanische Regierung und Präsident Kikwete haben die Kirchen dringend gebeten, bei der Aufforstung zu helfen, um einen Beitrag zum Schutz des Klimas (an dessen Wandel die afrikanischen Länder am wenigsten Schuld haben) zu leisten. Die ev.-luth. Kirche versucht, mit Hilfe ihrer überseeischen Partner diesem Ruf Folge zu leisten. Hinzu kommt das gewachsene Bewusstsein, dass die Unterstützung der HIV-Positiven und AIDS-Kranken und ihrer Selbsthilfeorganisationen ein elementarer Bestandteil kirchlichen Zeugnisses und Dienstes zu sein hat.
Der ev. Pfarrsprengel Störbeck ermutigt und fördert diese Bestrebungen und sucht weitere Unterstützer. Es geht sowohl um das Weltklima als auch um ein Klima der Solidarität und der Liebe. Dafür betet und arbeitet man im Kirchenkreis Tandala.

Spendenkonto: Kirchliches Verwaltungsamt Halberstadt, Hartmut Barsnick,
Kto.-Nr. 350113700, Hartsparkasse, BLZ
Vermerk. "Sargstedt - Tansania - Projekt Bäume"




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu129/doppelprojektbaeume.htm, Stand: März 2010, dk

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