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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 129 - März 2010


Zu diesem Heft

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Irgendwie sind wir alle ein bisschen verrückt. Wir, die wir immer noch KvU fabrizieren, seit vielen Jahren mit zugegeben sehr viel Zeitaufwand und na klar ehrenamtlich; Sie, die KvU schon länger immer noch lesen, und vor allem Sie, die KvU mit ihren Spenden, manchmal sehr nahrhaften Spenden, unterhalten und ermöglichen. Was verbindet uns? Ist unsre Distanz zur Kirche nicht schon so groß, dass wir es auch sein lassen können? Sind wir biografisch so mit der Kirche verwoben, dass unsre Neugier, wie es mit der Kirche weitergeht, doch siegt und sagt: Diesmal will ich die KvU doch noch lesen und unterstützen? Wenigstens noch einmal. Was ist es? Ich weiß es nicht und ahn es auch nicht. Also weiter von Nummer zu Nummer.

Ist es das Ortsbezogene? Die EZ ist nun endgültig seit Anfang Februar in dem Kreis der "großen" Presse aufgegangen. Große Seiten, mehr Infos aus den andern Landeskirchen, so bißchen wie früher das SONNTAGSBLATT, aber nur ein bißchen. Das Regionale verdampft auf die Dauer. Da macht sich die Lektüre der KvU begreiflicherweise besser. Wie es mit der Redaktion der EZ weitergeht, steht dahin. Frau Sourell ist nicht mehr die Jüngste, sie ist 62 Jahre. Im Laufe der nächsten Jahre wird sie auch in den verdienten Ruhestand gehen. Die EZ hatte zum Schluss ca 3.000 Leser Und dann?
Oder ist es, dass wir nicht so hoch hinaus wollen? Die äussere Aufmachung ist wahrhaft kümmerlich, jeder Gemeindebrief schlägt uns um Weiten. Aber wir können nicht anders.
Ist es die Hoffnung auf eine andere Kirche? Eine andere Kirche ist möglich. Ohne Frage. Der innere Zustand unserer gegenwärtigen Landeskirche ist nicht so prall.
Lebendige kritische Gemeinde haben wir seit einiger Zeit drübergesetzt. Also irgendwie ein kritischer Ton und Unterton, den Sie so ganz nett finden?
Kürzlich gab die Braunschweiger Stadtbibliothek Bescheid, ihr fehlten noch drei ganz frühe Ausgaben, dann wäre sie komplett. Also da kümmert sich jemand zu unsrer Freude um Vollständigkeit. Die Landesbibliothek in Hannover, die alles sammelt, ist auf uns aufmerksam geworden und wollte eine komplette Ausgabe, von 1 - 129. Ich in den Keller und habe im Trüben gefischt und noch einmal alle Ausgaben zusammengekratzt. Also für eine absehbare Ewigkeit ist gesorgt.
Als wir mit dem Zusammenstellen des Heftes fast fertig waren, platzte die Sache mit der Ratsvorsitzenden Frau Käßmann in den Redaktionsschluss. Ich hätte gewünscht, sie hätte nach einer Bedenkzeit von ein/zwei Monaten weitergemacht und die Entscheidung dem Rat der EKD und den Leuten in der Hannoverschen Kirchenleitung überlassen. Die hatten ihr ja allesamt das Vertrauen ausgesprochen. Die Echtheit dieses Vertrauens hätte sie prüfen sollen. Und was war das für ein Waschlappen von Mann, der sie nicht zur Polizei begleitet hat und vor allem sie nicht wieder nach Hause gebracht hat? Wie kam es, dass Innenminister Busemann so schnell Bescheid wusste und dann BILD? War der sog. Begleiter der Überbringer? Zu dieser Sache gibt es hinten im Heft einige Beiträge.
Der Gottesdienst ist wieder zu Beginn ein Schwerpunkt, auch projektmäßig, siehe den Beitrag aus der Petrigemeinde "beziehungsweise". Da sind wir ziemlich hartnäckig. Ich halte solche Bausteine für modellhaft. Und für zum Weitererzählen.

Zum Beitrag vom Staatstheaterintendanten Gropper über das Provinzielle bitten wir um Lesermeinung Ob Sie sich dazu mal äußern: ist Braunschweig Provinz und wenn ja, wie empfinden Sie das Provinzielle?
Prüfet alles, das Gute behaltet! Mit dieser gut paulinischen Losung überlassen wir Sie der Lektüre des Heftes und wünschen angenehme Zeit in den heller werdenden Frühlingstagen Ihre
Herbert Erchinger und Dietrich Kuessner




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu129/zudiesemheft.htm, Stand: März 2010, dk

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