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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 131 - Oktober/November 2010


Der Sinn des Gottesdienstes im Neuen Testament

Vortragsnotizen von Rudolf Brinckmeier
am 5.9.1978 beim Bethel Kleinkreistreffen
(Download als pdf hier)

Ich möchte vorweg sagen, warum ich über den Gottesdienst im Neuen Testament rede und nicht von dem, was der modere Mensch über den Gottesdienst denkt – wünscht – Anstöße. Es hätte nahe gelegen: Volksbefragung VELK (dazu Aufsätze in den „Lutherischen Monatsheften“ 1973 Seitz 1975 Schmittchen). Natürlich sauber gearbeitet: Theologen und Fachleute. Fragebogen ausgearbeitet und auch ausgewertet. In ihren Grenzen eine respektable Sache. Aber Grenzen eng gezogen: 1) was heißt „modern“? Etwas vergröbert: Meinung des Volkes hat sich in den letzten 50 Jahren nicht wesentlich geändert, Beteiligung am Gottesdienst ist schwächer geworden ( 1-13 % im Durchschnitt (wird wohl noch schwächer werden, solange die Theologen selbst keinen Geschmack am Gottesdienst haben) Aber: wie früher: Predigt = Hauptsache im Gottesdienst; zu lang; zu abstrakt, zu wenig die Sitution des Hörens einbeziehend.“ Man mag die Liturgie nicht gern, konsumiert im Gottesdienst nur.
2) Ich glaube nicht an Volksbefragungen; der normale Durchschnittsmensch ist nicht fähig, das in richtigen Worten ausdrücken, was er in punkto Religion, Gottesdienst und Glaube meint und fühlt und ahnt. Religionspsychologie begründet: auf viele Fragen müsste man „Ja“ und rasch wieder „Nein“ antworten. Unsere religiösen Gedanken, Meinungen und Gefühle sind einmal nicht zu jeder Zeit feststehend und zweitens selten zwiespältig, oft unentwirrbar verschlungen mit Gedanken und Gefühlen, die gegensätzlich sind. Manche Formulierungen der Fragen empfinden wir als fremd, als nicht zu uns passend, bei manchen müssten wir sagen: einerseits ja, andrerseits nein. Wenn vox populi = vox Dei, würden wir nie richtig wissen, was Gottesdienst sagt.

Dass ich vom Neuen Testament ausgehe, hat nicht den Grund: Verbindlichkeit; nomos! Aber interessant und theologisch beachtlich, sodass es lohnt.

1) Der faktische Befund im Neuen Testament ist gering.
Wir wissen über manche andere Dinge der ersten christlichen Gemeinde besser Bescheid als gerade darüber, wie sie Gottesdienst gefeiert haben; die Antwort „Der Gottesdienst hat geringe Bedeutung gehabt und Verfasser der neutestamentlichen Schriften gegen Gottesdienst relativ gleichgültig“ – berücksichtigt nicht die tatsächliche Situation der Entstehung des Neuen Testamentes. Klarmachen: Taufe kommt im Briefteil des N.T. verhältnismäßig wenig vor; problemlos, keine Veranlassung, ordnend einzugreifen. Über den Gottesdienst kein Streit, also kein Grund darüber einen Brief zu schreiben. Da wo wirklich problematisch – etwa sakramentale Mahlzeiten, von Zungenreden, da einigermaßen ausführlich. 1. Kor. 11 und 14.
Als die Evangelien geschrieben wurden, hatten de christlichen Gemeinden bereits ihre eigenen Gottesdienste, von das aus Erwartung: die Art wie die synoptischen Evangelien den Gottesdienst beschreiben, könnte Rückschlüsse zulassen auf urchristlichen Gottesdienst: enttäuschend dürftiges Ergebnis.

2) Der sprachliche Befund im Neuen Testament (N.T.) ist wichtig.
Die bekannteste Stelle im N.T. : Röm 12,2 logike latreia „vernünftiger Gottesdienst“ (N.T. 75 „der wahre Gottesdienst“) falsch, weil irreführend. Der Bibelleser muss verstehen: seinen Leib zur Verfügung stellen als reines und lebendiges Opfer ist der richtige, sachgemäße Gottesdienst. Der andere, der übliche Hauptgottesdienst, ist nicht der logische, der wahre. Dazu: 5 Mal kommt latreia im N.T. vor, an keiner Stelle wird damit der christliche Gottesdienst gemeint. Paulus spielt Röm 12 auf heidnischen oder jüdischen Kultus an ( thysia!). Latreia heißt ursprünglich einfach Dienst und spezialisiert sich dann für kultischen Dienst und wird so in hellenistischer Literatur und Septuaginta verwendet, wo es ja kultisch priesterlichen Dienst gibt. Richtige Übersetzung Röm 12: die wahre Frömmigkeit, Gottesdienst-Verehrung, wobei dann im Hintergrund an heidnische und jüdischen Gottesdienst-Verehrung zu denken ist.
Ähnlich Jak. 1,27 „Ein „reiner und unbefleckter Gottesdienst besteht darin, Witwen und Waisen besuchen in ihrer Trübsal“. Auch hier wertet der Zusatz den sonst üblichen Gottesdienst deutlich ab. Das N.T. verwendet ??? sonst nur für den Kultus der Juden (Apg. 26,6) oder der Häretiker (Kol. 2,18) Es wird auch Jak. 1 nicht das praktische Leben gegen den Gottesdienst ausgespielt. Auch hier wäre die Übersetzung „gottesdienstliche Verehrung“ passend. (N.T.76 Dienst vor Gott“)
Bleibt leiturgia, leiturgein, bedeutet ursprünglich einen öffentlichen Dienst für die Gemeinschaft, ist dann in den kultischen Sprachgebrauch übergegangen. Das Hauptwort kommt vor 1.) im jüdischen Priesterdienst des Zacharias (Luk.1); 2.) für etwas ganz Unliturgisches: für die Geldsammlung zu Gunsten der Gemeinden in Jerusalem (2,. Kor. 9). Das Tätigkeitswort erscheint nur Apg. 13 Anfang, offenbar zur Bezeichnung einer Gebetsgemeinschaft im kleinen Kreis.

Ergebnis: die für den kultischen Bereich im 1. Jahrhundert zur Verfügung stehenden Bezeichnungen kommen zwar, wenn auch selten, im N.T. vor – aber nie im Zusammenhang mit der gottesdienstlichen Veranstaltung der christlichen Gemeinde.
Verfasser des N.T. haben offenbar das Gefühl gehabt: unser Gottesdienst ist eine andere Sache als bei Heiden und Juden, gar nicht vergleichbar, darum sind im N.T. im Zusammenhang des Gottesdienstes die Vokabel peinlich verschieden, die sonst zur Verfügung standen.

Ein Sonderfall ist der Hebräerbrief. Dort wird ganz in kultischen Kategorien gedacht und daher auch unentwegt kultische Ausdrücke aus dem A.T. verwendet. Die Tendenz des Hebräerbriefes ist ja aber gerade, dass Christus die Erfüllung des Kultus und damit das Ende, die Aufhebung des Kultus ist: Für den christlichen Gemeindegottesdienst ist darum der Hebräerbrief nicht aussagestark.

Frage: womit bezeichnet das N.T. die gottesdienstliche Veranstaltung? Antwort: überhaupt nicht; beziehungsweise nicht mit einem Ausdruck, der spezifisch das Wesen des Gottesdienstes beschreibt. Der Gottesdienst ist die „Versammlung“ (episynagoge), Hebr. 10. „Wenn ihr zur Kirche geht“ heißt im N.T. ei synerchesthe (1. Kor. 14). Also ganz formale, inhaltlich nicht gefüllte Worte (So wie Apg 19.32 für die Volksversammlung im Eph das Wort ekklesia verwendet wird).
Wie ist das zu deuten? a) Zeit ist zu kurz gewesen, einen passenden terminus zu finden. Nein, in einigen Jahrzehnten findet sich was Passendes. b) die Auskunft, der Gottesdienst habe keine so große Rolle gespielt und mehr am Rande gestanden, ist unmöglich. Sie sind damals ja z.T. täglich zusammengekommen. c.) Wenn kein Bedürfnis nach einem spezifischen Wort für den Gottesdienst vorlag, dann offenbar deswegen, weil er nicht etwas Spezielles war. Die gottesdienstliche Veranstaltung war wirklich Gottesdienst, wie das Leben Gottesdienst war. Hier wurde das eine gegen das andere nicht ausgespielt. Der Gemeindegottesdienst unterschied sich nicht vom christlichen Leben. Man ist ja Christ hier wie dort. Religiös betrete ich nicht einen anderen Bereich, wenn ich in die Kirche gehe. Darum kann mir auch nicht an einem besonderen religiösen Ausdruck für diese Versammlung liegen. Die Unterscheidung „Gottesdienst – Alltag“ betrifft nicht das Religiöse, sondern nur den Ort, Zeit, Anzahl der beteiligten Personen. Im übrigen waren sie Christen hier wie dort. Zwischen Gottesdienst und Leben kein Konkurrenzverhältnis (Damit waren die urchristlichen Gemeinden gelehrige Schüler Jesu.
(Wenn diese Deutung stimmt, dann hat das Zusammenkommen der Christen zum Gottesdienst jene Natürlichkeit und Unbefangenheit gehabt, die nötig ist, wenn man am Gottesdienst seine Freude haben und mit fröhlicher Zuversicht zur Kirche gehen will. Wenn man damit die Bedeutung des Gottesdienstes anknabbert mit der Frage nach dem Stellenwert und nach der Effektivität, kann man sich nicht wundern, wenn er ineffektiv wird.)

3.) Die liturgische Ordnung ist im N.T. im Stadium des ersten Wachstums.
Erfreulicherweise ist uns keine Gottesdienstordnung im Neuen Testament überliefert, deshalb, weil eine solche überlieferte Gottesdienstordnung eine Garantie, das Gesetz für alle kommenden Jahrhunderte gewesen wäre. Jetzt kann jede Kirche das gute Gewissen haben, ihre Gottesdienstordnung zu benützen. Nach der Augsburger Konfession (VII) gehört zur Einheit der Kirche nicht die Gleichmäßigkeit der Riten und Zeremonien, d.i. gut biblisch.
Natürlich hat sich in den Gemeinden im Laufe der Zeit eine gewisse Ordnung im Nacheinander bestimmter Stücke des Gottesdienstes herausgebildet. Die Wurzeln, aus denen alles Andere herauswachsen konnte, waren ja von vorneherein da: das Alte Testament, speziell der Psalter, den man singen konnte, das Herrenmahl, die freie Ansprache, bzw. Ansprachen, Verlesung eines n.t. Briefes, so man einen hatte. Das alles hat es offenbar in größter Mannigfaltigkeit in den verschiedenen Gemeinden gegeben, bis es schließlich – lange nach der n.t. Zeit – regionale Traditionen gab, die die Lokaltraditionen abgelöst haben.
Das Wort „Wachstum“ habe ich absichtlich gewählt und zwar im Gegensatz zu manchen gottesdienstlichen Versuchen der Gegenwart, Der Gottesdienst in seinen aufeinanderfolgenden Stücken ist eine Art lebendiges Gewächs – etwa wie eine Baum – nicht eine von einem Architekten auf dem Reißbrett frei erfundene Form von einzelnen logisch oder psychologisch miteinander verknüpften Stücken. Ein Baum wächst langsam, und es gibt auch geile Seitentriebe, die weggenommen werden müssen. Fehlentwicklungen, die beseitigt, Schönheitsfehler, die getilgt werden müssen. Wir finden etwa 1. Kor. 14 Paulus damit beschäftigt, das Zungenreden zugunsten der prophetischen Predigt zurückzudrängen. Und im 1. Kor. 11 versucht er in wesentlich kräftigerer Form eingetretene Missstände beim Herrenmahl zu beseitigen.
Da im N.T. kein heiliges Gesetz für den Gottesdienst gegeben ist, müssen die Kriterien, nach denen die Gottesdienstordnungen und ihre gegebenenfalls anstehenden Änderungen nicht unbedingt theologisch – seelsorgerlicher Art sein. Die oden pneumatikai (geistliche Lieder) Kol.3 sind in den frühen Kirchen beseitigt worden, weil bei diesen während des Gottesdienstes frei entstandenen Liedern allzu oft häretische Ergebnisse zu Tage kamen. Aber es gibt auch ästhetische Gesichtspunkte für die Ordnung des Gottesdienstes; so fasst Paulus 1. Kor. 14 zusammen: lasst alles eusyche (in ehrbaren, wohlanständiger Weise) und ka taxion (in einer guten Ordnung) geschehen.
Man kann von dem äußeren Hergang des Gottesdienstes nicht sprechen, ohne eine Erscheinung zu erwähnen, die gegenüber unsern Verhältnissen hart auffällt: der Gemeindegottesdienst des N.T. erfreut sich offensichtlich der lebhaftren aktiven Beteiligung der Gemeindeglieder. Das 1- Mann Prinzip wird ja für unsere modernen Verhältnisse durchweh zu Unrecht behauptet; dabei ist nämlich die Kirchenmusik vergessen und ein Beitrag zum Gottesdienst als nicht weiter erwähnenswert abgewertet. Aber das 2- Mann Prinzip des Gottesdienstes ist durchgängig die Grundlage für die Durchführung unseres Gottesdienstes. Wenn man an das Zungenreden denkt, dann hat das N.T. gottesdienstliche Verhältnisse gekannt, die zuweilen an Lebhaftigkeit und Aktivität zahlreichen Gemeindegliedern etwas beängstigend waren. Denn daneben gab es Lehrer, Propheten, Ausleger, Diakone, die alle ihren gottesdienstlichen Auftrag hatten,. Dass das nicht immer und überall so war, darf man voraussetzen. Immerhin hält es der Verfasser des Hebräerbriefes für nötig, die Christen zu ermahnen, sie möchten, wenn Gottesdienst wäre, doch nicht zu Hause bleiben.

4.) Der Gottesdienst dient die Erbauung des Einzelnen und der Gemeinden
Paulus hat damit gerechnet, dass ein Fremder, der sich sozusagen in den Gottesdienst der Gemeinde verlaufen hat, ganz erschüttert zusammenbricht und ausruft: „Gott ist wirklich in eurer Mitte“. (1. Kor. 14) Dies könne geschehen, wenn er durch die prophetische Rede seines Soseins, seiner Schuld überführt sei. Aber trotzdem ist der Gottesdienst nach der Meinung des Apostels keine Missionsveranstaltung. Diese mögliche Bekehrung ist sozusagen ein erfreuliches Abfallprodukt.
Ähnlich verhält es sich mit der pädagogischen Komponente des Gottesdienstes. Luther hat sie ja besonders stark betont. Vom N.T. her gesehen, spielt die rechte Lehre, die gesunde, heilsame Lehre in den Zusammenkünften der Christen keine geringe Rolle. Aber der Gottesdienst ist nicht von der pädagogischen Aufgabe her zu bestimmen.
Dass ein Gottesdienst zur Ehre Gottes gehalten werde, möchte ich nicht direkt bestreiten, aber immerhin doch betonen, dass der liebe Gott unsere Gottesdienste nicht nötig hat und dass unter der Überschrift „zur Ehre Gottes“ nur zu leicht eine Werkerei dabei herauskommt. Wir Menschen haben den Gottesdienst nötig, wir als Einzelne und wir als Gemeinde.
Paulus bestimmt die Aufgabe des Gottesdienstes als Erbauung. Wieweit dabei der eigentliche Sinn vom Bauen noch mitschwingt, ist schwer zu sagen. Immerhin wird gelegentlich mit Worten wie Bauwerk, Fundament bauen nicht nur als Metapher gearbeitet. Wenn gebaut werden muss, ist der geistliche Mensch und auch die christliche Gemeinde nicht fertig, nicht vollendet, sondern bedarf der Weiterentwicklung. Vielleicht muss man auch eine Ruine voraussetzen, die einer Erneuerung und Neufundamentierung bedürftig ist. So ist der Mensch und so ist die Gemeinde. Man könnte auch, um nicht beim Bild vom Bau hängen zu bleiben, von „Heilung“ reden oder von „Zurüstung“. Auf das Wort kommt es nicht so an, sondern auf die gemeinte Sache.
Wieso kann im Gottesdienst Erneuerung geschehen? Dadurch, dass unsere Selbstsicherheit angeschlagen wird, unser Glaube bestätigt, der Mensch in Ängsten gestärkt, im Schmerz getröstet, in der Liebe entzündet, in der Hoffnung angetrieben wird. Wenn von diesen genannten Möglichkeiten bei dem einen diese, bei den andern jene, bei einem dritten wieder eine andere Wirkung sich ergibt, dann ist das zwar ein verständlicher und natürlicher Vorgang. Aber bei diesem Vorgang sind pneumatische und psychische Komponenten nicht zu trennen. Die Größe, die diese Erbauung erfährt, wird als das „Herz“ des Menschen bezeichnet. Jedenfalls sind diese Wirkungen nicht im Voraus berechenbar und nicht kontrollierbar.
Der Erfolg des Gottesdienstes ist auch nicht mit unsern Maßstäben messbar. Um es von unserer Situation her zu beschreiben: die Vorstellung ist falsch, dass der Gottesdienst vergeblich war, wenn ich nicht hinterher ein kleiner Martin Luther King geworden bin. Das schlechte Gewissen des Hörers, wenn er am Montag die Predigt vom Sonntag nicht mehr weiß, ist unbegründet. Wenn der Gottesdienst der Erbauung dient, dann hat er seinen Sinn in sich selbst, auch wenn andere Leute und Gottesdienstbesucher selbst an sich eine Wirkung nicht feststellen können.
Wenn der Gottesdienst vorbei ist, muss der Teilnehmer sich nicht damit quälen, dass er sein Soll noch nicht erfüllt hat, weil eine irgendwie geartete actio noch nicht erfolgt ist, das Eigentliche müsse ja nun noch kommen. In Wirklichkeit ist das Eigentliche schon geschehen. Der Gottesdienst hat die Gemeinde erbaut. Und die Saat wächst still, „ohne dass er’s weiß“( um mit dem Gleichnis von der selbstwachsenden Saat zu reden).-
Wir würden wahrscheinlich die geistliche Wirkung vor allem von der Predigt erwarten. Und bei einer Volksbefragung würde wahrscheinlich auch der durchschnittliche Kirchgänger so antworten. Das N.T. würde aber das Phänomen der Erbauung nicht auf die Predigt beschränken. Es würde das Ganze des Gottesdienstes ansehen als das, was den Menschen erbaut.
Wenn ein Christ aus dem Jahr 100 n. Chr. Geb. käme und unsere Gottesdienste besuchte, würde er sich sicher über Vieles wundern – etwa über die passive Haltung der Gottesdienstteilnehmer, über die Starrheit unserer Gottesdienste und dergl. Am meisten würde er sich nach meiner Meinung wundern über den quälenden und düstereren Ernst und über die selbsteigene Pein, mit der die Verantwortlichen den Gottesdienst ansehen. Nicht wundern würde er sich wahrscheinlich über die kleine Zahl der Teilnehmer, denn die wäre er ja von damals gewohnt und die Nichtgekommenen würde er wahrscheinlich gar nicht mitrechnen. Denn das Christsein zeigte sich konkret darin, das man an der gottesdienstlichen Versammlung der Gemeinde teilnahm.




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu131/sinndesgottesdienstes.htm, Stand: Oktober/November 2010, dk

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