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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 140 - Dezember 2016


Staatsanwaltschaft sah keinen hinreichenden Tatverdacht gegen Propst i.R. Kraft

zur Dokumentation der Causa Propst Armin Kraft
(Download als pdf hier)

Braunschweig (epd). In dem öffentlich bekanntgewordenen Fall von Geldgeschenken an den früheren Braunschweiger Propst Armin Kraft will die Staatsanwaltschaft keine neuen Ermittlungen aufnehmen. Bereits 2014 habe die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Verfahren in dieser Sache eingeleitet, sagte eine Sprecherin am 23. November dem Evangelischen Pressedienst (epd): "Dieses wurde mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt." Aufgrund der derzeitigen Berichterstattung hätten sich keine neuen Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten ergeben.

Kraft war in die Kritik geraten, weil er Geldgeschenke von einer Frau angenommen hatte, die vor kurzem im Alter von 90 Jahren gestorben war. Dies sei aber eine rein private Sache, die Frau sei die Patentante zweier seiner Enkel gewesen, sagte er. Die braunschweigische Landeskirche hatte in der vergangenen Woche ein Disziplinarverfahren gegen den evangelischen Theologen wegen des Verdachts der unberechtigten Annahme von Geschenken ebenfalls eingestellt.

Die Vorwürfe werden von Erben der Frau erhoben. Erstmals berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) von dem Fall. Kraft stand von 1992 bis zu seinem Ruhestand 2006 als Propst an der Spitze der evangelisch-lutherischen Propstei Braunschweig. Bereits seit 1975 war er Domprediger am Braunschweiger Dom. Der frühere Oberbürgermeister Gert Hoffmann (CDU) hatte ihn 2007 zum ehrenamtlichen Beauftragten gegen Kinderarmut ernannt. Von diesem Amt war Kraft vor anderthalb Wochen zurückgetreten.

Verfasser: Evangelischer Pressedienst 23.11.2016




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