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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 125 - April 2009


Asse - Andacht

von einem Teilnehmer
(Download als pdf hier)

gestern abend fand am Schacht Asse II um 18 Uhr die Andacht am Schacht Asse II statt, zu der ev. Kirchengemeinden, die Ev. Jugend, die Propstei Schöppenstedt und die kath. Kirchengemeinde St. Petrus eingeladen hatten. Ca. 70 Teilnehmer waren gekommen und bildeten auf der Strasse vor dem Schacht im Dunklen einen großen Kreis.

Mit Taizegesängen wurde die Andacht eröffnet. Jeder bekam ein Licht in einem Weckglas überreicht, das vom "Licht aus Bethlehem" entzündet wurde.

Pfarrerin Kirstin Mueller aus Wittmar verlas einen "Zeitstrahl", d.h. die Überschriften der Pressemeldungen aus diesem Jahr zur Entwicklung in Asse II und erinnerte auch daran, dass es durch ihre Initiativen vor Ort gelungen war, die Landessynode zu einem Anti-Kernkraft-Beschluß zu bewegen. Pfr. Labuhn hielt die Andacht zum Thema Buße und Fehlerfreundlichkeit in einer Gesellschaft und warum es so schwer ist, sich Schuld einzugestehen. Am Ende der Andacht bat Pfr. Stefan Lauer aus Gr. Denkte darum, die Lichter um ein Steinkreuz herum abzustellen und zu gruppieren. Hier sollten eigentlich zu jedem Licht Hoffnungssätze formuliert und gesprochen werden, das ging jedoch unter. Pfr. Eggers von der kath. Gemeinde sprach ein Gebet und den Segen am Ende.

Im Grunde genommen war der Kreis schon zu groß, eine Frau versuchte die einsetzenden Gesaenge mit der Flöte zu begleiten, traf aber nicht die Tonart. Viel wichtiger war mir jedoch, dass sich so viele an diesem nieselregnerischen, kalten Sonntagabend auf den Weg gemacht hatten, um Präsenz zu zeigen.

Als nächste größere Aktion steht am Donnerstag, dem 26. Februar 2009 um 19.00 Uhr die 52-km. lange Lichterkette von Asse II zum Schacht Konrad an.



Dies ist ein Stimmungsbild von eine der Andachten am Schacht. Sie hatte im November 2008 stattgefunden. Inzwischen war die riesige Lichterkette durch die Straßen Braunschweigs und über die vielen Dörfer. Sie wurde von der Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung unterstützt. Der Erfolg habe in der "Mobilisierung" bisher reserviert abstehender Bevölkerungskreise bestanden. Die Zielsetzung in weiter Ferne ist die Schließung der Atomkraftwerke und keinesfalls ein Neubau oder irgendeine Verlängerung. Aber was ist das Nahziel? Raus aus der Asse und hinein in Schacht Konrad? Das wäre ja wohl ein Witz! Ist das Amt Koenig, Salzgitter, vertrauenswürdig? Können die Münchner nicht gezwungen werden, wirklich alle Papier, die mit der Einlagerung zusammenhängen, herauszurücken? Ist das eine beständige Forderung der Atomgegner? Wo bleibt die anhaltende Unterstützung des kirchlichen Umweltbeauftragten und des Landeskirchenamtes?
D.K.




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu125/asseandacht.htm, Stand: April 2009, dk

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