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[Kirche von Unten]

Alternatives aus der/ für die
Braunschweiger Landeskirche

Kirche von Unten Nr. 135 - Mai 2012


Mein Weg ins Friedenszentrum

von Gabriele Canstein
(Download als pdf hier)

In Folge der Studentenbewegung bildeten sich Mitte der 70er Jahre verschiedene soziale Bewegungen heraus, wie die Frauenbewegung, die Alternativbewegung und die Anti-AKW-Bewegung. „Frieden“ war zunächst (noch) kein Thema für die Anhänger der neuen sozialen Bewegungen. Ich selbst hatte in dieser Zeit mit dem Studium der Politikwissenschaft begonnen. Einer der Dozenten bot verschiedene Veranstaltungen zur Sicherheitspolitik an, denn damals – in der Zeit des Kalten Krieges – erhoffte man sich von den Rüstungskontrollverhandlungen die Sicherung des Friedens. Ich war gespannt auf diese Seminare und habe viel davon profitiert. Denn als „Nachkriegskind“ stellte ich mir immer wieder die Frage, wie solche Katastrophen zu verhindern seien. Welche Gelegenheiten bieten sich dem einzelnen Bürger? Neben dem Studium suchte ich nach einer Möglichkeit, mit anderen gemeinsam Friedensarbeit zu machen. Ein erster Höhepunkt war für mich die große Friedensdemo in Bonn 1976. Danach trat ich – mangels anderer Alternativen – in die DFG-VK ein. Hier ging es in erster Linie natürlich um Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst, das war dann auf längere Sicht nicht mein Metier. Die Mitarbeit in anderen Gruppierungen wie der Humanistischen Union scheiterte mangels Gleichgesinnter. Dann lernte ich Frieder Schöbel kennen, und als er den Vorschlag machte, ein Friedenszentrum für Braunschweig zu gründen, war ich dabei und unterstützte seine Bemühungen, zunächst geeignete Räumlichkeiten zu finden. Dann ging es um die Frage, mit welcher Ausstellung wir das Zentrum eröffnen könnten…Nach langen Jahren, die ich im Vorstand mitgearbeitet hatte, zog ich mich dann zurück, um mich auch anderen Interessen widmen zu können. Ich war und bin aber immer in Kontakt mit dem Friedenszentrum. Zum Beispiel habe ich in einigen Kirchengemeinden Vorträge zum Thema „Landminen“ gehalten. Ich freue mich sehr, dass das Friedenszentrum seit 25 Jahren besteht, und dass wir immer wieder junge Leute für die Mitarbeit gewinnen können.




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Impressum  http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu135/friedenszentrum.htm, Stand: Mai 2012, dk

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